Der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich ernsthaft stricksüchtig bin? Das war vor ein paar Jahren, als ich die Stricknadeln zum ersten Mail auch bei über 30°C nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Seitdem sind einige Sommer vergangen und ich stricke nach wie vor bei jedem Wetter. Aktuell nur leider nicht besonders effektiv...für meinen Geschmack ist es jedenfalls viel zu lange her, dass ich ein Projekt beendet habe. So habe ich im Juni lauter alte Bekannte auf den Nadeln:


Mein Unapologetic Sweater ist zumindest kräftig gewachsen, und das trotz des dicken Mohair-Garns. Das Garn gefällt mir nach wie vor so gut, dass ich es selbst während der heißeren Tage gerne verarbeitet habe. Es fehlt nur noch ein klitzekleiner Rest Ärmel, bevor es ans zusammennähen gehen kann; leider warte ich jetzt auf Garnnachschub und bin daher gerade handlungsunfähig.


Die Zeit habe ich genutzt, um an einem Paar Socken für eine liebe Freundin zu arbeiten. (Dass es sich hier um ein Weihnachtsgeschenk von letztem Jahr handelt, unterschlage ich an dieser Stelle besser...) Fertig bin ich auch hier noch nicht - es fehlt noch eine Spitze - aber eine Socke konnte am Wochenende schon anprobiert werden - und passt zum Glück wie angegossen! (Übrigens: Einmal mehr bin ich begeistert vom Fish Lips Kiss Heel und der zugehörigen Anleitung für die Anfertigung der Fuß-Vorlage aus Pappe, die erlaubt, anderer Leute Füße auch aus der Ferne perfekt zu bestricken. Zusammen mit meiner liebsten Arne & Carlos-Musterwolle ein easy Rezept für prima Geschenke-Socken!)


Nebenbei stricke ich an meinem Match & Move von Martina Behm. Am liebsten auf dem Sofa, denn das Tuch passt farblich perfekt zum Polster. (Was soll ich sagen, in beiden Fällen war ich für die Farbwahl verantwortlich...)
Das Tuch nehme ich gerne zur Hand, wenn ich schon müde bin und im Kopf nicht mehr viel los ist, das strickt sich nämlich quasi von selbst. Trotzdem vermute ich, dass Du es auch im nächsten Monat an dieser Stelle wiedersehen wirst...ich kenne mich ja!

Hast Du während der Hitzewelle durchgestrickt oder bist Du stattdessen lieber in den nächsten See gesprungen?
xoxo Katha

Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln.
Summer is finally here and we've been having great weather in Berlin! Of course, the temperatures couldn't keep me from knitting...but I might have been slower than usual. So no finished objects this month - instead an almost-finished-sweater, half a pair of socks and a Match & Move that also matches the couch!


Neulich mit den Strickmädels kam das Thema aufs Lesen. Strickzeit und Lesezeit scheinen bei uns vom selben Zeitkonto abgebucht zu werden...und je mehr wir Stricken, desto weniger Zeit bleibt zum Lesen. (Es soll ja Leute geben, die gleichzeitig Lesen und Stricken können - von uns gehört aber offensichtlich keine dieser illustren Truppe an...)
Kennst Du dieses Phänomen auch? Dann habe ich vielleicht etwas für Dich - drei Buchempfehlungen, mit denen man sich gedanklich nicht zu weit von den Stricknadeln entfernen muss...


Lisa Van Allen: Die Wünsche meiner Schwestern (Rütten & Loening 2013)
Worum geht's: Mit dem Tod ihrer Tante fällt Aubrey Van Ripper das Familienunternehmen zu. Die "Strickerei" ist allerdings viel mehr als nur ein Kurzwarenladen - von den Van Rippers heißt es, sie könnten Magie stricken. Was dran ist an diesem Gerücht wird im Laufe des Romans, der in einem verwunschenen Vorort von New York spielt, immer wieder auf die Probe gestellt: von Aubreys Schwestern, einem attraktiven Mann und letzten Endes sogar der ganzen Stadt... 
In einem Satz: Klassische Chick-Lit mit gaaanz viel Strick-Content.

Kyoko Mori: Yarn. Remembering the Way Home (Gemma Media 2009)
Worum geht's: Die Autorin Kyoko Mori beschreibt ihre schwierige Kindheit in Japan, ihre Flucht aus dem komplizierten Familienalltag in die USA und den langen Weg, den sie zurücklegen musste, um Frieden mit ihrer Vergangenheit zu machen. Dabei zieht sie auf elegante Weise immer wieder Parallelen zum Stricken, Spinnen und Weben - ihre großen Hobbies -, und verleiht ihrem Text dadurch Leichtigkeit.
In einem Satz: Ehrliches Memoir einer ruhelosen Frau.

Auður Ava Ólafsdóttir: Ein Schmetterling im November (Insel Verlag 2013)
Worum geht's: Die hochgebildete, aber sozial eher schwierige Erzählerin begibt sich, nachdem sie an einem Tag von ihrem Mann und ihrem Liebhaber verlassen wurde, auf eine Fahrt nach Ostisland. Mit dabei: eine tote Gans, ein Handschuhfach voller Geld und ein gehörloser Vierjähriger, der stricken lernt. Herrlich verrückt ist dieses Buch -  ein bißchen so wie Island selbst.
In einem Satz: Unvergeßlicher Roadtrip mit verschrobenem Personal.  

Bei drei so unterschiedlichen Büchern ist bestimmt auch eins für Dich dabei! Mein Favorit ist ganz klar der Roman von Auður Ava Ólafsdóttir - den habe ich schon vor zwei Jahren gelesen und er geht mir immer noch nicht aus dem Kopf...

Verrätst Du mir, welche Bücher Du gerne gelesen hast? 
xoxo Katha
As a person who cannot read and knit at the same time, I am often faced with a tough choice: one more sentence or one more row? I have learned that sometimes, it's best not to seperate knitting and reading and go for the happy medium: novels with knitting content!


Hin und wieder kommt es tatsächlich vor, dass ich eine Stricknadelgröße benötige, die es in meiner ausufernden Nadel-Sammlung noch nicht gibt. Ärgerlich? Keinesfalls! Vielmehr ist das für mich ein fabelhafter Vorwand, spezielle Nadeln anzuschaffen, die ich ohnehin schon länger ausprobieren wollte.
Vor ein paar Wochen war es mal wieder so weit: 2,75er Nadeln dringend benötigt! Lange musste ich zum Glück nicht grübeln, was für Nadeln es werden sollten. Die Karbonz von KnitPro wollte ich ohnehin schon ewig ausprobieren, und nachdem ich sie in meiner Strickgruppe live in Augenschein nehmen konnte, war die Sache besiegelt... Die Nadeln bestehen aus Karbonfaser, diesem Hightech-Material, das auch für Flugzeuge, Raumschiffe und Hipster-Fahrräder verwendet wird. Das Material ist robust und gleichzeitig extrem leicht. Die Nadeln fühlen sich in der Hand eher warm und durch die glatte Oberfläche auch sehr gut an - einzig die Übergänge zu den Metallspitzen könnten noch ein bißchen perfekter sein. Dennoch strickt es sich mit den Karbonz sehr angenehm.

Ebenfalls von KnitPro ist das blaue Nadelseil auf dem Bild. An sich handelt es sich um ein ganz gewöhnliches Nylon-Seil für die austauschbaren Nadelspitzen des Herstellers. Nur, dass es die Seile jetzt farbkodiert gibt, also jede Länge in einer anderen Farbe. Ist das nicht ganz wunderbar? Wieso ist da denn vorher noch niemand drauf gekommen? (Oder gibt es das schon ewig und ich habe es nur nicht gemerkt?) Ich finde das irre praktisch! Jetzt muss ich nicht mehr lange durch meine Seile wühlen, um das kürzeste/längste/geeignetste zu finden...sondern kann mich einfach an den Farben orientieren.

Und weil die Mindestbestellmenge für den kostenlosen Versand erreicht werden wollte (...nie Verlegen um eine Ausrede), habe ich jetzt auch noch (sehr viele) neue Maschenmarkierer. Ich mag die simplen, birnenförmigen Sicherheitsnadeln und ganz besonders mag ich, dass ich jetzt so viele davon besitze, dass ich sie einfach auf sämtliche Projektbeutel und Täschchen verteilen kann, die bei mir so rumfliegen. Ab sofort sollte ich nie mehr nach Maschenmarkierern suchen müssen!

Erinnerst Du dich, was für Strick-Zubehör Du zuletzt gekauft hast? Und bist Du auch ein Fan von farbkodieren Stricknadeln- und seilen?
xoxo Katha
I try not to buy so much yarn at the moment (my stash seems to procreate all by itself). Knitting accessories are okay, though. Especially when they are as nice as my new Karbonz needles, simple stitch markers and this wonderful blue cable (it's color-coded!).
When knitting attacks...* das habe ich diesen Monat leider schon viel zu häufig gedacht! Es kommt mir vor, als hätten sich all meine Strickprojekte kleine Gemeinheiten ausgedacht, nur um mich zu ärgern! Aber keine Sorge, so schnell bin ich nicht klein zu kriegen!

Starten wir - ganz harmlos - mit dem kleinen Harry Hairy Head. Der griesgrämige Kerl ist mir prinzipiell supersympatisch - genauso wie die restliche Sippe aus Donna Wilsons "Odd-Bod Bunch" (ist immerhin schon das dritte Mal, dass ich ein Kuscheltier aus dem Buch stricke). Das Stricken lief auch wie am Schnürchen. Aber als es dann an die Gesichtsstickerei ging...diese Art von Fleißarbeit ist einfach nicht mein Ding! Und dann beiße ich mich brav da durch, nur damit mir auf dem ALLERLETZTEN Meter die Füllwatte ausgeht! (Und glaub mir, ich hatte schon jeden Wollrest, den ich auftreiben konnte, in Harrys Bauch gestopft...)
Mittlerweile ist aber Watte-Nachschub besorgt und der haarige Harry zugenäht - Foto folgt!


Mein Unapologetic Sweater ist in den letzten Wochen schon ordentlich gewachsen. Das Stricken geht gut von der Hand und das Muster kann ich mittlerweile im Schlaf - was aber ganz offensichtlich nicht heißt, dass ich beim Stricken die Augen zu machen sollte. Denn schau mal, was hier passiert ist: Irgendwie bin ich im Muster verrutscht. Und das geht leider gar nicht! (Genauso wie das Ribbeln...ich hab mich da noch nicht rangetraut, aber bei dieser Wolle werde ich wohl etwas Gewalt anwenden müssen - das prokrastiniere ich lieber noch eine Weile.)


Reicht eigentlich mit nervigen Strick-Attacken, nicht wahr? Aber es gibt noch eine! Diese Woche habe ich ein Paar Vanilla Socks angeschlagen, weil ich ein kleines Projekt für eine Dienstreise brauchte. Ich schwöre, ich habe die ganze Zeit mit den selben Nadeln gestrickt und auch zwischendurch nicht die Technik gewechselt - zumindest nicht bewusst. Trotzdem sieht das Bündchen auf der zweiten Hälfte furchtbar aus, davor und danach ist aber alles tutti. Keine Ahnung, was da los war - aber das kann man beim Spannen noch korrigieren, stimmt's?


So, das war's nun aber wirklich...hat Dich der Mai denn bisher verschont oder wurdest Du auch schon von Deinem Gestrick attackiert?
xoxo Katha

*Der Ausspruch stammt ursprünglich aus dem Podcast der Knitmore Girls und fast jede Woche gibt es im Leben von Jasmin und Gigi neue knitting attacks. Sehr beruhigend, dass es auch anderen so geht...

Verlinkt mit Auf den Nadeln.
A month in knitting attacks...apparently, I'm dealing with some aggressive projects! (The other explanation - my permanent tiredness - seems rather improbable.) I'll let you know next month who'll win - the knitting or me!
London ist immer eine Reise wert - da sind wir uns einig, oder? Die Stadt hat so viel, was ich mag (großartige Museen, an jeder Ecke indisches Essen, ein fantastisches Ubahnnetz, wirklich ÜBERALL guten Schwarztee) - und durch die Brexit-Verwirrung ist auch der Pfund-Kurs ausnahmsweise mal nicht ganz so gruselig.




Ende April war es daher mal wieder Zeit für eine Stippvisite... what can I say? It was splendid! Mitgebracht habe ich einen Koffer voller Tee (für mich) und drei London-Tips (für Dich).


Stricken. 
Das wichtigste zuerst: Loop London. Bei meinem letzten London-Besuch war ich noch nicht soo strickverrückt, dieses Mal stand ein Besuch des legendären Wollgeschäfts aber ganz oben auf meiner To Do-Liste!
Was den Laden auszeichnet ist natürlich in erster Linie die exquisite Auswahl feiner Garne: Brooklyn Tweed, Ito, Madelinetosh, Quince & Co., Wollmeise und die herrliche Wolle von Woolfolk findet man im Sortiment, aber auch Garne von kleineren Firmen, britischen Herstellern und Handfärbern. Daneben findet man Bücher, einzelne Anleitungen und natürlich ganz viel Strickzubehör.
Der Laden ist wunderschön eingerichtet und macht einfach riesigen Spaß! Genauso übrigens wie die Camden Passage, die Gegend in Islington rund um Loop. Der Laden befindet sich nämlich in Gesellschaft vieler kleiner Boutiquen, Cafés...und zwei Pubs. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich meinen Mann dort eine Weile "abgestellt" - die Engländer trinken ja ohnehin bereits mittags ihr Pale Ale!

Adresse: Loop, 15 Camden Passage, Islington, London, N1 8E, www.loopknittingshop.com.






Essen. 
Das britische Essen hat ja einen traditionell schlechten Ruf, wir haben während dieses Trips allerdings ausnahmslos gut gegessen! Mit großen Abstand am besten und daher ganz klar meine Empfehlung für Dich sind die Steaks im Flat Iron. Achtung, für Vegetarier ist das leider nichts, denn auf der Karte gibt es wirklich nur ein Gericht: Steak. Dafür aber eins der besten, dass ich seit langem - vielleicht sogar je - gegessen habe! Auch die Beilagen (wir hatten Pommes, äh: Chips und das Tagesgemüse) und die Soßen (Bernaise und Peppercorn) waren allesamt Knaller! Der größte Knaller kommt aber noch: Für das Essen zahlt man je nach Beilage nur um die 14 GBP, was für ein gutes Steak in London ein Schnäppchen ist! Entsprechend voll sind die vier Flat Iron-Filialen auch (reservieren kann man nicht), aber das warten lohnt sich. Und falls Du jetzt immernoch nicht überzeugt bist: zum Nachtisch gibt's für jeden eine Kugel Salted Caramel-Eis aufs Haus!

Adresse: Flat Iron Steak, 17/18 Henrietta St, Covent Garden, WC2E 8QH, flatironsteak.co.uk/.


Rutschen.  
Super Blick über London + Kunstgenuß + Nervenkitzel: Für diese Kombi empfiehlt sich ein Besuch der längste Tunnelrutsche der Welt, die sich um den Aussichtsturm ArcelorMittal Orbit im Olympic Parc schlängelt. Dort kann man seit letztem Jahr nicht nur hochfahren, um die Aussicht zu genießen, sondern auch wieder runterrutschen - durch einen 178 Meter langen Tunnel, gestaltet vom Künslter Carsten Höller.
Am Eingang bekommt man Kopf- und Armschoner verpasst, was ich für reichlich übertrieben hielt...bis ich die ersten Meter in der Rutsche hinter mir hatte. Die 24 kmh, die man während der 40 Sekunden andauernden Rutschpartie erreichen kann, fühlen sich deutlich schneller an, und die 12 Kurven sind zum Teil ganz schön hart. Wem schon im Autoscooter schlecht wird, sollte sich die Rutsche vielleicht besser sparen, für alle anderen ist sie ein Riesenspaß! Die Tickets sollte man allerdings unbedingt vorab buchen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Ein bißchen günstiger sind sie dann auch...

Adresse: ArcelorMittal Orbit, 3 Thornton Street, Queen Elizabeth Olympic Park, Stratford, London, E20 2AD, arcelormittalorbit.com/whats-on/the-slide/.

Warst Du schon mal in London? Was hat Dir dort besonders viel Spaß gemacht?
xoxo Katha
Recently, I got to spent a few days in London. Besides a suitcase full of tea I came home with some tips: where to knit, eat and slide in London...
Ich glaube, ich habe selten einen April erlebt, der die Wetterklischees besser durchexerziert hat als der April 2017! Sonne, Regen, Hagel - alles am selben Tag! Das Gute daran: Es war immer genug schlechtes Wetter dabei, um ohne schlechtes Gewissen gemütlich auf der Couch zu stricken. Aber: Ich kann kaum was darüber erzählen, denn nach Fertigstellung der Babygeschenke habe ich fast ausschließlich an einem Geheim-Projekt für das neue Maschenfein-Buch gearbeitet. Ein Blick auf die verwendeten Garne wird aber erlaubt sein...


Verstrickt werden Piura und das neue Premia von Lamana, Alpaka meets Seide/Mohair. Zusammen bilden die beiden Garne ein wahnsinnig gutes Gespann, herrlich weich mit genau dem richtigen Maß an Fluffigkeit. Mit den Olivenholznadeln von Addi strickt sich das Projekt wunderbar und ich habe so ein Gefühl, dass das Ergebnis ein Lieblingsteil werden könnte!

Wie immer, wenn ich schnell etwas Fertigstricken muss/will, schwirren mir besonders viele andere Projekte im Kopf herum, die ich UN-BE-DINGT anschlagen möchte...zur Zeit sind das - eher untypisch für mich - zwei Tücher: In den Match & Move von Martina Behm habe ich mich schon im Herbst auf dem Yarn Camp ein bißchen verguckt, als ich Claudias Exemplar gesehen habe. Jetzt weiß ich, welches Garn ich verwenden möchte und kann es gar nicht mehr abwarten, endlich loszulegen.
Außerdem plane ich einen zweiten Smooth Move von Stephen West als Geschenk für meine Schwester. Meinen eigenen liebe ich nach wie vor heiß und innig und die Baby Alpaca Silk von Drops, die ich verwendet hatte, verkraftet den Dauereinsatz (und häufige Wäschen bedingt durch Schokopudding-Flecken) gut. Daher werde ich das Garn wiederverwenden - zumal es aktuell sogar im Sale ist!

Zumindest ein neues Projekt musste ich während meiner Geheimmission aber schon anstricken: Zum ersten Mal teste ich ein Set von Wool and the Gang, den Unapologetic Sweater, und das Mohairgarn war zu verführerisch, um es nicht sofort auszuprobieren. Ich habe ja schon öfter Mohair verstrickt (hier übrigens ein ganz tolles Video zum Thema), aber so viel halo (diese Flausch-Schicht, die das Garn umgibt) ist mir noch nicht untergekommen!



Was strickst Du gerade? Und wird die Startisis (der Drang, ganz viel Neues anzustricken) bei Dir auch immer dann besonders schlimm, wenn Du gerade gar keine Zeit für neue Projekte hast?
xoxo Katha

Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln.
This month, my knitting was all about a secret project for one of Maschenfeins next books. Each time when I knit on a deadline, I experience a severe case of Startisis and this time was no different. I want to cast on ALL THE THINGS...a Match & Move by Martina Behm, a Smooth Move by Stephen West, a pair of baby pants...(the list goes on). It got so bad that I had to at least swatch for one of my future projects, the Unapologetic Sweater. And by judging from the yarn it will be glorious!
Ich hab es ja schon vor einer Weile erwähnt: Dieses Jahr gibt es viiiele Babies zu bestricken. Daher habe ich seit Jahresbeginn permanent Dinge für kleine Menschen auf den Nadeln.
Der erste kleine Mensch ist inzwischen auf der Welt - vier Wochen zu früh, was so gar nicht in meine Planung passte! - und nachdem ich nochmal den Turbogang eingelegt habe, ist nun das Willkommensgeschenk fertiggestellt.


Nach einigem Überlegen hatte ich mich für die Knot Stitch Baby Blanket von Beth Michon entschieden. Gestrickt habe ich sie wie in der Anleitung angegeben aus Drops Paris, einem Baumwollgarn. Das war zugegebenermaßen nicht immer eine Freude - trotz "flutschiger" Metallnadeln ist Baumwolle eben störrischer als Tierfasern, irgendwann bekomme ich da unweigerlich Krämpfe in den Fingern. Aber das Ergebnis versöhnt mit den ganzen Strapazen, ich zumindest bin total verliebt in das Muster und ich hoffe, den frischgebackenen Eltern wird es ähnlich gehen...


Damit ich von den nächsten Babies nicht so überrascht werden kann, habe ich nebenbei ein paar Mützchen gestrickt, die ich jetzt einfach aus der Schublade zaubern kann. Von diesen simplen gestreiften Mützen (nach ANA KRAFT) habe ich schon eine ganze Menge hergestellt - diesmal habe ich helical gestreift, also spiralförmig, inspiriert von Mason-Dixon Knitting. Die Technik ist so einfach wie wirkungsvoll und selbst in kraus-rechts sieht das Ergebnis richtig aufregend aus. Wenn also noch ein Baby meint, zu früh auf die Welt kommen zu müssen - ich bin vorbereitet!


Nach dem Babydecken-Stress habe ich jetzt gerade ein anderes eiliges Projekt in Arbeit. Danach widme ich mich aber wieder dem Babystrick und möchte unbedingt Sophias Pairfectpants ausprobieren, über die ich immer wieder bei Instagram stolpere. Die "Zutaten" liegen längst bereit...


Was steht aktuell auf Deiner To-Knit-Liste?
xoxo Katha
Yes! I have a finished object to show: the Knot Stitch Baby Blanket is finished and it's gorgeous! Unfortunately, the baby made its arrival a couple of weeks early and the blanket was still on the needles, but now it's done and in the mail. Let's hope the cotton blanket will keep baby warm throughout the summer! 

Diese Woche war ich nach einiger Abstinenz mal wieder bei der Knit Night von Wollen Berlin. Die ist mittlerweile so beliebt, dass Eigentümerin Ruta alles aufbieten musste, was irgendwie als Sitzgelegenheit umgewidmet werden konnte - und das hat sie ganz hervorragend hinbekommen, irgendwo hat jeder ein Plätzchen gefunden. Der Anzug tragende Nachbar, der sich einen Weg durch die strickenden, schnatternden Damen bahnen musste, um ein Paket abzuholen, hat nicht schlecht gestaunt!

 
 

Der kleine Laden in der Nähe vom Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain ist natürlich auch tagsüber einen Besuch wert! Auf zwei Räume verteilt findet man Garne von Debbie Bliss, Lamana, KATIA, Lang und Midara, aber auch kleinerer Labels wie Rosy Green Wool und Hey Mama Wolf. Und Lett-Lopi für einen echten Islandpullover.



Und als wären das gute Sortiment und die wunderschöne Präsentation nicht schon genug Gründe für einen Besuch bei Wollen, arbeiten da auch noch ganz liebe Menschen: Ruta und ihr Team verbreiten so viel Herzlichkeit, dass ich mich bei jedem Besuch im Laden direkt willkommen fühle. Und gut beraten wird man noch obendrein!

Hast Du auch ein Wollgeschäft, dass Du besonders gerne besuchst? Welches ist es?
xoxo Katha

Adresse: Wollen Berlin, Gärtnerstr. 32, 10245 Berlin. Sommer-Öffnungszeigen Di bis Fr 13 -19 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr. Und wem das zu weit ist: Es gibt auch einen Online-Shop.
Stricktreff an jedem ersten Dienstag im Monat ab 19 Uhr.
While visiting Berlin you might stroll around Friedrichshain to get a drink in Simon-Dach-Str or chill at Boxhagener Platz. If you do, make sure to walk over to Wollen Berlin, which ist just around the corner. This beautiful shop has a great selection of yarns, notions and magazines and is definitely worth a visit!


Vorhin im Büro...während mein Magen noch mit meinem Mittagessen beschäftigt ist, fällt es mir schwer, meine Konzentration auf Excel-Listen und eMails zu lenken.

Meine Gedanken schweifen ab: Wie wäre es wohl, einen Job zu haben, bei dem man ungeniert Stricken darf - zumindest hin und wieder? Unter dem Hashtag #knittingatwork findet man auf Instagram hunderte von Bildern und auch bei amerikanischen Podcastern (z.B. Unraveling) höre ich immer wieder von (Telefon)konferenzen, während denen stundenlang gestrickt werden kann.
Hm, irgendetwas mache ich wohl falsch, denn ich muss in diesen Fällen immer mitschreiben und mich komplett auf mein Gegenüber konzentrieren. Und selbst, wenn das nicht so wäre: Mein Chef wäre bestimmt wenig begeistert, denn auch wenn das Stricken die Konzentration steigern kann, wirkt es doch so, als würde man sich nicht besonders für seine Arbeit interessieren...

Aber es gibt doch sicher auch Berufe, in denen Stricken wirklich voll okay (oder sogar notwendig) ist..?
  • Nachtportier
  • Schauspieler
  • Strickdesigner
...und da gehen mir die Ideen auch schon aus. Ein Jobwechsel kommt für mich wohl vorerst nicht in Frage, da muss mir wohl noch was besseres einfallen lassen!

Darfst Du während der Arbeit stricken? Wenn ja: Was arbeitest Du? Und falls nein: Würdest Du gerne?
xoxo Katha
Wouldn't it be nice to earn some money while knitting? I'm not talking about actually making money from your knits (then I'd have to knit A LOT faster...), I'm talking about being allowed to knit at work. Any ideas what jobs might fall in this category?
Trotz begeisterter Empfehlungen war ich zunächst nicht besonders neugierig auf die Serie “Call the Midwife(zu deutsch: Ruf die Hebamme). In jeder Folge mehrere, wohl recht realistisch dargestellte Geburten mit Blut und Schmerzen – für mich zumindest klang das nicht nach verlockendem Abendprogramm.
Als ich für ein paar Tage krank das Bett hüten musste, habe ich mir dann aber doch mal eine Folge angesehen. Und noch eine. (Und noch eine.) Wenige Wochen später sind alle fünf auf Netflix verfügbaren Staffeln durchgeguckt und ich giere nach Staffel 6 – die Serie ist einfach SO gut! 

 (c) BBC / Neal Street Productions

Worum geht’s?
Vor 60 bis 70 Jahren war das Kinderkriegen echt noch a whole different ball game... Die Pille war noch nicht erfunden, die gesundheitlichen Risiken des Rauchens während der Schwangerschaft noch nicht entdeckt - und Kinder bekam man im eigenen Bett an der Seite einer Hebamme (und unter Ausschluss des Kindsvaters).

In Poplar, einem Hafenviertel Londons, das in den 1950er Jahren zu den ärmsten (aber bevölkerungsreichsten) Gegenden der Stadt zählte, ist das Thema Geburtshilfe eng verknüpft mit dem Nonnatus House, einer von Nonnen geführten Ordensgemeinschaft. In jeder Folge steht die Arbeit der Nonnen und Hebammen im Mittelpunkt. In der Regel bilden die Stories rund um ein bis zwei Geburten den Hintergrund, vor dem größere Geschichten erzählt werden: über die Schande, die ein uneheliches Kind noch vor 60 Jahren bedeutete, über die Aussichtslosigkeit homosexueller Lebensentwürfe, über Armut, Krankheit und Gewalt. Gleichzeitig strotzt die Serie aber auch vor Solidarität, Barmherzigkeit und Freundschaft - die Hebammen kümmern sich auch in ihrer spärlichen Freizeit noch um einsame Senioren oder hyperaktive Pfadfinder! - so dass man nach jeder Folge mit einem guten Gefühl zurückgelassen wird.

Die Serie kreist um lauter starke Frauen, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind. Auch, wenn Call the Midwife aus der Sicht einer der Hebammen, Jenny Lee, erzählt wird, hatte ich nicht das Gefühl, dass es echte Hauptfiguren gibt. Eigentlich besteht die Serie nur aus spannenden Charakteren und früher oder später bekommen alle von ihnen ihren Auftritt. Ich habe mich besonders in die trampelige Chummy verliebt, dicht gefolgt von Sister Monica Joan, die noch jedes Kuchenversteck gefunden hat.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch die beachtliche Menge an schöner Wollkleidung, die es in der Serie zu sehen gibt: Da wären natürlich Unmengen an Babystrick und Häkeldecken, aber auch wunderbare Pullover und Cardigans für Erwachsene. Und nicht nur einmal sieht man die Damen im Nonnatus House bei der Handarbeit, in einigen Folgen spielen die Strickstücke sogar eine zentrale Rolle!


Der Snack zur Serie: Scones, Kuchen oder auch mal ein hartgekochtes Ei – völlig egal, solange Tee dabei ist. Schwarz natürlich, wie es sich in England gehört.

Strick-Empfehlung: Babystrick in all seinen Facetten. Wer noch etwas passendes sucht…auf Ravelry findet man eine Call the Midwife-Babydecke, außerdem habe ich eine Amigurumi-Hebamme entdeckt!

Wermutstropfen: In einer Folge "stricken" Hebammen und Nonnen gemeinsam an einer Decke, die eindeutig aus (gehäkelten) Granny Squares besteht. Da zuckt man kurz zusammen...den Spaß an der Serie kann so ein kleiner Fehler aber nicht trüben.

Hast Du "Call the Midwife" schon gesehen? Von welcher Serie kannst Du gerade nicht genug bekommen? 
xoxo Katha

Call the Midwife - Ruf des Lebens (Großbritannien, seit 2012), bislang 6 Staffeln, BBC-Produktion mit Jessica Raine, Helen George, Judy Parfitt, Miranda Hart, erhältlich u.a. bei Netflix und im Free-TV auf ZDFneo.
Who would have thought that a nice cup of tea and painful births actually go quite well together?!? At least when the tea is black and the births are served in the form of BBCs TV series Call the Midwife. While the amiable characters take you along through their demanding working day, you can knit away on some baby attire. A spiffing combination, to put it in Chummys words.
Dem Wetter angeglichen ist der März auf meinen Nadeln ziemlich grau. Ich bin immernoch beschäftigt mit der Baumwoll-Babydecke - noch drei Knäuel liegen vor mir und ich frage mich gerade, ob die Decke am Ende groß genug sein wird. Andererseits habe ich das Gefühl, dass es langsam mal Zeit wird für was Neues, Garn nachkaufen will ich also auf keinen Fall. Baumwolle leiert ja immerhin ein bißchen...


Außerdem stricke ich an einer kleinen Läusekofte, ebenfalls in grau. Hier ging in der letzten Woche nichts voran - kein Konzentrationsbudget - aber dieses Wochenende soll es endlich mit den Ärmeln losgehen!
Anschließend werde ich mich dann wohl mit Hilfe von Strick-Literatur und youtube-Videos daran machen müssen, ein Loch nahe der Knopfleiste zu stopfen - mir ist das Garn nämlich einfach gerissen und ich habe es leider erst etliche Reihen später bemerkt. Keine Ahnung, wie das passieren konnte! Sooo rabiat stricke ich nun auch wieder nicht...


Zwischendurch habe ich für ein schnelles Erfolgserlebnis noch ein Babymützchen angeschlagen, in - wait for it - grau.  Wie gesagt gibt es dieses Jahr viele Babies zu bestricken, vor allem aber habe ich einen Vorwand gesucht, sofort die spiralförmigen Streifen (helical stripes) auszuprobieren, die ich neulich bei Mason-Dixon Knitting gesehen hatte. Und wie super sind die bitte? Kinderleicht zu stricken, keine Treppchen (perfekt für kleine Babyköpfe!) und auch noch richtig schick anzusehen! Wird ganz bestimmt wiederholt!



Und was strickst Du gerade? Bist Du auch so monochrom unterwegs? (Wobei grau ja nicht gleich grau ist, wusste schon Loriot. Aber ich schweife ab...)
Hab ein schönes Wochenende!
xoxo Katha

Verlinkt mit Maschenfeins Auf den Nadeln
What does it say about me when I'm knitting only with grey yarns at the moment? Should I be concerned - after all it's all baby knits? But then, maybe I just don't like dressing babies all too cute. And I'm sure, grey complenets their rosy complexion quite beautifully!
Neulich erschien bei Mason-Dixon Knitting ein Artikel mit einem Titel mit Klick-Garantie: How to Knit more. 2 Field-tested Strategies. Ich beschwere mich ja regelmäßig, dass meine Arbeit mich vom Stricken abhält - Tips für mehr Strickzeit sind da sehr willkommen!

Die Ratschläge waren leider weniger revolutionär als erhofft - habe a) IMMER und ÜBERALL ein Strickprojekt zur Hand und b) noch dazu etwas für jede Geistesverfassung (herausfordernd, zum Abschalten oder mit Deadline). Versteh mich jetzt nicht falsch, das sind ganrantiert keine schlechten Ratschläge! Zumal Kiki sie bereits testet und erste Erfolge vermelden kann. Nur helfen sie mir mit meinem "Problem" nicht weiter: Mein Sorgfalt beim Stricken verhält sich leider gegenläufig zu meinem Wunsch nach einem möglichst perfekten Ergebnis. Mit anderen Worten: Ich mache beim Stricken ständig Fehler und bin zu perfektionistisch, um darüber hinwegzusehen. Da bräuchte ich mal eine Strategie!


Bei der Babydecke (das Graue am unteren Bildrand) musste ich bislang nur vier Reihen aufribbeln, die Läusekofte darüber habe ich stattdessen nach ca. 25 Reihen komplett von vorne angefangen (das Maschenbild gefiel mir einfach nicht, und das trotz Maschenprobe). Seitdem habe ich schon etliche Reihen wieder zurückgestrickt...weil ich ständig Flüchtigkeitsfehler mache. So kommt man natürlich nicht voran! Auch nicht mit den Tips von Mason-Dixon. Ein Glück, dass ich ein process-oriented knitter bin und das Stricken selbst viel wichtiger finde als das Endergebnis - sonst hätte ich mir wohl längst ein anders Hobby gesucht!

Keine Sorge, zwischen den Zeilen steckt keine kaum Frustration, sondern amüsiertes Verständnis für meine eigenen Unzulänglichkeiten. Trotzdem: Hast Du eine Idee, wie ich diese ständigen Fehler abstellen kann? Vielleicht sollte ich nach 22 Uhr einfach nicht mehr Stricken...nein, das ist keine Option!
xoxo Katha
Mason-Dixon Knitting revealed two strategies on how to knit more: have some knitting at hand at all times and have different projects for different moods. I came up with a third one: make no mistakes so you don't have to rib out hours of knitting on EVERY. SINGLE. PROJECT. Easy, right?