Wenn Du hier öfter vorbeischaust, bist Du ganz bestimmt schon einmal Clara Parkes begegnet. So ziemlich alles, was die Autorin/Craftsy-Trainerin/Woll-Produzentin/Garn-Expertin tut, finde ich super. Entsprechend häufig habe ich schon über ihre Arbeit berichtet (hier, hier und hier).

Vor ein paar Wochen hat Clara Parkes ihr neustes Buch veröffentlicht und wieder nicht enttäuscht. In A Stash of One's Own dreht sich diesmal alles um eins der Kernthemen in der Welt von uns Strickerinnen: den Stash - oder dessen Abwesenheit.


Clara Parkes hat viele Strickerinnen und Stricker, darunter Susan B. Anderson, Amy Herzog, Franklin Habit, Anna Maltz, Stephanie Pearl-McPhee, Meg Swansen und Debbie Stoller, um Texte gebeten, die sich mit der Woll-Vorratshaltung, dem Stash, auseinandersetzen. Man könnte meinen, dass das fürchterlich langweilig und immer nur dasselbe ist, tatsächlich ist aber eine Anthologie aus 23 höchst unterschiedlichen Essays entstanden: Manche witzig, andere ernsthaft, alle sehr persönlich.

Ich will gar nicht so viel vorweg nehmen oder einzelne Texte besonders herausstellen, denn ich habe sie alle gerne gelesen. Als kleinen Vorgeschmack auf das Buch kann ich Dir aber Episode 44 vom Pomcast ans Herz legen, die einen Mitschnitt vom Pomfest enthält, wo Clara Parkes das Kapitel von Debbie Stoller liest.

Während des Lesens musste ich unweigerlich immer wieder über meinen eigenen Stash nachdenken. Über die Jahre habe ich ganz anständige Wollvorräte angesammelt - dabei habe ich vor sieben Jahren, als ich mir das Stricken beigebrachte, erstmal immer nur so viel Wolle gekauft, wie ich für mein nächstes Projekt benötigte.
Heute ist das anders: Mit meinen Vorräten könnte ich sicher einige Jahre bestreiten, zumindest wenn man mein (eher langsames) Stricktempo in Betracht zieht. Und das sollte man, denn ich glaube, da liegt der Kern meiner Woll-Leidenschaft: Ständig stoße ich auf spannende Strickanleitungen und -projekte, die ich am liebsten sofort anschlagen würde. Manchmal tue ich das auch, oft landen die Projekte aber erstmal auf meiner persönlichen To Knit-Liste. Und um die Sache "dingfest" zu machen, suche ich mir dann schon einmal die passende Wolle aus - und kaufe sie. Mein Stash ist also zu großen Teilen eine Sammlung all der Projekte, die ich gerne Stricken möchte, wenn ich die Zeit dazu finde. Und nebenbei gibt er mir ein Gefühl der Sicherheit: Sollten allen Schafen plötzlich die Haare ausfallen, bin ich noch eine ganze Weile versorgt!

Hast Du zu Hause auch größere Wollvorräte? Was treibt Dich dazu, Garne anzusammeln (oder gerade nicht)?
xoxo Katha

Clara Parkes: A Stash of One's Own. Knitters on Loving, Living with, and Letting Go of Yarn (bislang nur auf Englisch erhältlich), Abrams Books 2017, 192 Seiten, ISBN 978-1419727047, ca. 16 EUR.
There's a lovely new book by Clara Parkes, A Stash of One's Own, and it's all about one of the great questions in the knitting world: to stash or not to stash. After reading all the essays in the book, I have definitely found my answer...and I feel even more validated in my stashing habits, hehe.
Der November ist um und ich hab Dir gar nicht gezeigt, was ich so alles auf den Nadeln hatte. Das geht GAR NICHT!
Daher jetzt im Schweinsgalopp durch die Projekte der letzten Wochen...

Da wäre zunächst der Pieceful Cardigan, den ich als Reise-Projekt auf der Fahrt zum Yarncamp dabei hatte. Die vier ungestörten Strickstunden hin und zurück haben mich gut voran gebracht und mittlerweile habe ich fünf Patch-Reihen geschafft. Die letzten Wochen war ich dann aber erstmal mit anderen Projekten beschäftigt, denn Weihnachten ist plötzlich so nah und ohne es geplant zu haben sind doch wieder ein paar Projekte zusammengekommen, die bis Heiligabend fertig werden wollen.


Übrigens: Die unendlich vielen Fadenenden des Pieceful Cardigans vernähe ich nicht, sondern stricke sie mit ein. Das sieht zwar nicht immer so elegant aus (vor allem, wenn das gelbe Garn im Spiel ist)...aber wenn der Cardigan jemals fertig werden soll, gibt es gar keine Alternative! (Sonst ergeht es ihm nur wie meinem Rib Wrap Cardigan, der der ganzen Monat aufs Finishing gewartet hat - vergeblich.)

Während der Sessions auf dem Yarncamp wollte ich an etwas zum Stricken, das so gut wie keine Konzentration voraussetzt. Smooth Move war da perfekt!


Da dieses Tuch zu den Projekten mit Dezember-Deadline gehört, habe ich den ganzen Monat über sehr fleißig daran gearbeitet...bis ich mich auf die Stricknadeln gesetzt habe. Quelle horreur! Dabei war das Schlimmste noch nicht mal, dass eine Nadel kaputt war, sondern dass ich tagelang eine Zwangspause beim Smooth Move einlegen musste, und das trotz meines ausufernden Stricknadel-Repertoires. Aber Nadelspitzen in Größe 3,75 hatte ich tatsächlich nur ein einziges Mal!


Die Pause wurde genutzt, um ein paar Mützen zu stricken...
...ganz kleine für die nächsten Babies, die im Freundeskreis auf die Welt kommen (Weil sie mir so gut gefallen hat, habe ich drei Mal nach der (kostenlosen) Anleitung Clover von Susan B. Anderson gestrickt. Die gibt's übrigens auch für Erwachsene.).


...und eine ganz große aus dem supercoolen Young-Garn von Lang Yarns (nach einer Anleitung aus der Brigitte).


Mal schauen, was der Dezember so bringt... ob ich Dir endlich einen fertigen Rib Wrap Cardigan präsentieren können werde? Alle Weihnachtsgeschenke pünktlich fertig werden? Und ein Paar Tatortsocken muss ich auch noch stricken, denn Wichtel-verrückt wie ich bin habe ich mich natürlich auch noch bei Lutz' Tatortsockenwichteln angemeldet! Könnte etwas stressig werden, aber andererseits ist der Dezember das ja immer...
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein
How is November over already? I don't have a single christmas present yet and so much knitting to do until Santa comes... I have a feeling that it's going to be a stressful blissful month. But first: Take y look at the projects that were on my needles in November...
Hast Du Dich mal gefragt, aus was die riesigen Segel der Wikingerschiffe gemacht waren? Mit welchem Gesetz Queen Elizabeth I. die britischen Handstricker zu unterstützen versuchte? Oder warum manche Großmütter nach dem Krieg keine Stricknadeln mehr anrühren wollten? Vermutlich nicht, geht mir genauso. Ist aber eigentlich nicht uninteressant, wenn man so drüber nachdenkt…


Jetzt gibt es ein Buch, das diese (und viele weitere) Fragen rund ums Thema Stricken beantwortet: „Zwei rechts, zwei links“ von Ebba D. Drolshagen. Darin geht es um die Geschichte des Strickens (da klaffte in der deutschen Strickliteratur bislang eine ziemlich große Lücke!), allerdings nicht chronologisch erzählt, sondern anhand vieler kleiner Strick-Geschichten. Mit langweiligen Schul-Geschichtsbüchern hat die Lektüre also nichts zu tun!

Sehr persönlich und assoziativ geschrieben, hangelt sich die Autorin von Thema zu Thema; die Geschichte des Shetland-Pullovers oder der Selbu-Handschuhe liest sich da genauso spannend wie ein Roman*. Immer wieder streut sie außerdem kleine Stichworte und Randbemerkungen ein, die Lust darauf machen, auf eigene Faust weiterzurecherchieren… da wäre ganz sicher noch Stoff für weitere Kapitel gewesen!

Während des Lesens begegnet man viel Bekanntem (und einigen Bekannten: wie habe ich mich gefreut, in dem Buch von Ruta zu lesen!), aber noch viel mehr Neuem: Die Geschichte des Strickens - die interessanterweise viel jünger ist, als ich gedacht hätte - ist in weiten Teilen auch eng verknüpft mit der Geschichte der Frau. Lange war das Stricken Broterwerb für die Armen und Pflichtbeschäftigung für die besser Situierten...was bin ich froh, dass ich heute aus freien Stücken und einfach zur Enstspannung stricken darf!

Die Texte sind gut recherchiert und man merkt einfach, dass Ebba Drolshagen selbst leidenschaftlich gerne strickt und in der Strickszene bestens vernetzt ist. Ich kann Dir das Buch nur ans Herz legen - sofern Du Dich auch nur einigermaßen für die Geschichte des Strickens interessierst, wirst Du ganz sicher viel Spaß daran haben! Und falls Du trotz der ganzen Lobhudelei immer noch Argumente brauchst: "Zwei rechts, zwei links" ist zu allem Überfluss auch noch richtig schön, mit Pappeinband, matten Seiten und vielen Farbabbildungen. Damit kriegt man selbst mich überzeugte eBook-Leserin dazu, ein Hardcover in die Hand zu nehmen!

Wenn ich die Wahl habe zwischen meinen Stricknadeln und einem Buch, greife ich normalerweise ja zu ersteren…aber dieses Buch konnte ich gar nicht aus der Hand legen! Wie stehen die Chancen für eine Fortsetzung, Frau Drolshagen?
xoxo Katha

Ebba D. Drolshagen: Zwei rechts, zwei links. Geschichten vom Stricken, Suhrkamp 2017, 251 Seiten, ISBN 978-3-518-46814-2, 18 EUR.  
Das Buch wurde mir vom Verlag freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt.

*Wer sich so gar nicht für Handarbeiten interessiert, wird mir in diesem Punkt vermutlich nicht hundertprozentig zustimmen. Aber wir verstehen uns, oder? 
Most great books about knitting are published in English, therefore I am extra happy to share with you this gem in German knitting literature: "Zwei rechts, zwei links" by Ebba D. Drolshagen is a collection of gripping stories from knitting history, so well written that you can't put it away.
Wenn über hundert Strick- und Häkelverrückte für zwei Tage nach Frankfurt am Main pilgern, kann das nur eins bedeuten: Yarncamp-Wochenende!

Ich habe lange in Frankfurt gelebt und definitiv noch mehr als einen Koffer dort...der Besuch des Yarncamps am vergangenen Wochenende war für mich daher quasi Pflichtprogramm.


Das Yarncamp ist ein Barcamp rund um die Themen Handarbeiten und DIY. Bevor ich im letzten Jahr das erste Mal teilgenommen habe, wusste ich gar nicht, was ein Barcamp eigentlich genau ist. Diesmal schon: Es handelt sich um eine (Un-)Konferenz, bei der vorab weder Redner noch Programm feststehen. Jeder Teilnehmer kann am Veranstaltungswochenende Beiträge ("Sessions") vorschlagen und anbieten, häufig spontan und ohne große Vorbereitung. Die Konferenz wird also komplett von den Teilnehmern gestaltet und jeder ist ein Stück weit für den Erfolg der Veranstaltung veranntwortlich.

Heißt also: Ein Barcamp steht und fällt mit den Teilnehmern. Aber da muss man sich bei StrickerInnen ja keine Sorgen machen, nach meiner Erfahrung sind das zum allergrößten Teil sehr feine Menschen. Entsprechend herrschte am Wochenende eine sehr entspannte, freundschaftliche Stimmung, in den Sessions genauso wie in der Kaffeecke.

Dass alle so gut drauf waren, lag sicher zu einem entscheidenden Teil am fantastischen Orga-Team (bestehend aus Julia, Lutz, Rebekka und Sara), das alles richtig gemacht hat - perfekter hätte die Organisation wirklich nicht sein können: Freundliche, zentrale Räumlichkeiten im Haus des Buches, superleckeres Essen von der Wohnküche und unglaublich großzügige Goodiebags*...da kann ja gar keine schlechte Stimmung aufkommen!

Dementsprechend waren die Sessions wieder richtig gut: Ich hab mich sehr gefreut, Doertes Ausführungen über selbst-generierende Muster hören zu können, den ich im letzten Jahr verpasst hatte. Die Vertreter von Schoeller + Stahl haben über ihr wassersparendes und chlorfreies Verfahren zur Anti-Filz-Ausrüstung ihrer Garne erzählt; ein Thema, mit dem ich mich zukünftig noch etwas intensiver beschäftigen möchte. David Wasser hatte wieder seine herrlich-bunten Strickprojekte dabei, eine wunderbare Inspiration, beim Stricken ruhig mal die ein oder andere (vermeintliche) Regel zu brechen. Liesa von Sternenstaub Wolle hat aus dem Handfärber-Nähkästchen geplaudert, Franz-Josef über die Geschichte des Strickens referiert. Katho hat Lust auf die kommenden Ravellenics (Olympiade à la Ravelry) gemacht und mit Torsten habe ich für die Charity-Aktion von Prym Wollpatches gestrickt.

Zwischendurch habe ich mich getraut, auch eine eigene Session anzubieten (im letzten Jahr hatte ich mich da noch zurückgehalten): für die Vielstricker gab es eine Runde Yarncamp Yoga zur Auflockerung. Ein paar einfache Übungen für Nacken, Rücken und Handgelenke, die man überall und ohne Matte oder Sportkleidung machen kann. Die Sessionteilnehmer haben alles tapfer mitgemacht und waren obendrein noch gut gelaunt - vielen Dank dafür! Wir haben viel gelacht und die "Open Your Gate"-Pose wurde - dem Veranstaltungsort angemessen - kurzerhand in "Bembelyoga" umgetauft...

 Vielen Dank an @nala_verstrickt für das Foto.

Wer das Ganze zu Hause auch einmal ausprobieren möchte, dem kann ich dieses Video von Adriene ans Herz legen und eine ganze Reihe von Yoga for Knitters-Videos auf dem youtube-Channel von LionBrandYarn. Darunter ist übrigens auch die Bembelyoga-Pose...


Ich hoffe sehr auf eine Wiederholung des Yarncamps im nächsten Jahr - ich hab noch längst nicht genug!
Warst Du auch da? Wärst Du gerne gekommen? Und zu welchen Themen würdest Du gerne eine Session hören?
xoxo Katha

*Vielen Dank an alle Sponsoren, ohne die das Yarncamp nicht möglich wäre: Schachenmayr, Prym, Lana Grossa, Schoeller + Stahl und Austermann, Wollplatz.de, myboshi, Dortex, Lamana, Sternenstaub, realmenknitpink.de, Stricktease, Hand Herz Seele, David Wasser, Chris Bodner und Nicole Kuschke sowie an Addi, KnitPro, LangYarns, die Verlage Haupt und EMF, schafimwolfspelz.com und stricken.de.
The highlight of a New York knitters' year may be Rhinebeck, mine is Yarncamp! The barcamp centered around knitting, crochet and DIY is a great place to meet old and new friends (knitters are the nicest people!), see the prettiest shawls and sweaters, learn a ton from fellow knitters and get oh-so inspired. You should definitely come next year, if you can make it to Frankfurt!

Na, bist Du drauf gekommen?
Bald ist wieder Zeit fürs WeihnachtsWollWichteln! Die stressige Vorweihnachtszeit steht vor der Tür und um Glühwein-Gelage, Geschenke-Shopping und die obligatorischen Weihnachtsfeiern besser zu überstehen, machen wir uns gegenseitig wieder eine kleine Freude!

Darum geht's
Die Adventszeit ist wunderschön...kann aber zuweilen auch ganz schön anstrengend sein, das brauche ich Dir ja nicht zu erzählen! Vielleicht sind Dir die Plätzchen im Ofen verbrannt oder der Chef hat auf der Weihnachtsfeier vergessen, für Dich einen Platz im Restaurant zu reservieren? In solchen Momenten braucht man einen kleinen Stimmungsaufheller und da kommt das Wichtelpäckchen ins Spiel!

So funktioniert's
Jedem Teilnehmer wird ein Wichtelkind zugelost, für das er ein Päckchen mit wolligen, süßen oder einfach nur hübschen Kleinigkeiten packt. Anfang Dezember machen sich alle Päckchen auf den Weg zu ihren Empfängern, so dass sie im Laufe des Monats eintreffen. Aufgemacht werden dürfen die Pakete dann jederzeit - aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich auch stressige Tage durch so ein Wichtelpaket aufheitern lassen...
Im letzten Jahr war ein Päckchen schöner als das andere - alleine schon das Scrollen durch die Instagram-Bilder mit dem Hashtag #weihnachtswollwichteln hat viel Spaß gemacht!

Fotos von links nach rechts: Reihe 1: @theaterkind, @jedentagsilvester @warenwirauchso / Reihe 2: @knittoknow, @meff.eline, @ohbridie / Reihe 3: @liebwedd, @meff.eline, @ohbridie

Wenn Du am Wichtelspaß teilnehmen möchtest, sende bis zum 18.11.2017 eine Email mit dem Betreff "WeihnachtsWollWichteln" an kitchenerstories@gmail.com oder kontaktiere mich via Instagram (@kitchenerstories). Bitte gib in der Nachricht Deinen Namen und eine gültige Emailadresse an.
Teilnehmen kann jeder Strick-, Häkel- oder Garnbegeisterte über 18 Jahre mit Adresse in Deutschland. (Teilnehmer aus dem Ausland können leider nur mitwichteln, sofern sich andere Teilnehmer aus demselben Land finden oder solche die bereit sind, die Versandkosten ins Ausland zu übernehmen.) 

Am 19.11.2017 wird die Wichtelaktion per Wichtel-O-Mat* gestartet. Anschließend sind zwei Wochen Zeit, um dem Wichtelkind ein paar hübsche Kleinigkeiten (Wolle, Maschenmarkierer, eine Anleitung o.ä.) zu besorgen und das Päckchen auf den Weg zu bringen. Der Wert des Wichtelpäckchens sollte zwischen 10 - 15 EUR liegen, spätestens am 4.12.2017 sollte es dann zur Post gehen.

Na, worauf wartest Du? Melde Dich bei mir und wir machen uns eine schöne Adventszeit zusammen!
xoxo Katha

*Die Zuteilung der Wichtel inkl. Adressaustausch erfolgt über Wichtel-O-Mat. Nur der jeweils zugeloste Wichtel erfährt die Adresse seines Wichtelkindes, die Daten zu jeder Wichtel-Aktion werden nach 30 Tagen automatisch aus der Datenbank entfernt. Wer mit diesem Verfahren ein Problem hat, sollte von einer Teilnahme absehen.
It's way too early to start with christmas preparations, you say? Far from it! It's just the right time to start planning this years' #WeihnachtsWollWichteln, a secret santa for knitters. If you want to be part of it, drop me an email and I'll give you all the details!
Ich bin ganz großer eBook-Verfechter und feiere die Erfindung dieser Technologie regelmäßig (vor allem beim Lesen im Bett - mit echten Büchern ist mir da früher immer schnell der Arm lahm geworden...aber ich schweife ab) - das heißt aber nicht, dass ich gut gemachte Bücher und Zeitschriften nicht wertschätzen würde. Im Gegenteil, ich liebe es, in Bahnhofsbuchhandlung nach spannenden Nischenmagazinen zu stöbern. Vor allem mit schönem Papier und guter Typographie kriegt man mich schnell rum.


Ein perfektes Beispiel für ein Magazin nach meinem Geschmack ist Laine (wie ich bei Berlin Knits gelernt habe, wird das übrigens "Leine" ausgesprochen). Vor kurzem ist die dritte Ausgabe erschienen und trotz des doch sehr stolzen Preises möchte ich es Dir unbedingt ans Herz legen.

Das Magazin ist eine Art Strick-Lifestyle-Magazin: sehr hochwertig und mit viel Liebe zum Detail produziert (allein schon das matte, beige-getönte Papier ist ein Traum!) findet man darin eine Mischung aus Strickanleitungen, Interviews, Reportagen und Rezepten.
Die Macherinnen Jonna Hietala und Sini Ellen stammen aus Finnland, Laine wird aber komplett auf Englisch produziert. Die dritte Ausgabe gibt es zum Beispiel einen ausgeprochen schönen Text über die Färberin Emily Foden und ihr Label Viola Yarns, ein Interview mit Valentina Consalvi (SnailYarns) und einen Travel Guide, der ein paar schöne Ecken Berlins vorstellt (viele davon habe ich auch selbst schon oft empfohlen). Dazwischen enthält das Magazin herausragende, extrem stimmungsvolle Fotos, die Dir vielleicht auch schon das ein oder andere Mal auf Instagram begegnet sind.
Ja, und dann sind da natürlich noch die Anleitungen, in der dritten Ausgabe ein Paar Socken, zwei Mützen, ein Paar Handstulpen, zwei Tücher, vier Pullover und ein Cardigan. Besonders gefreut habe ich mich, als ich Verena Cohrs unter den Designern entdeckt habe. Ihre Tulsi Socks habe ich vor ziemlich genau einem Jahr hier gezeigt und es macht einfach Spaß zu sehen, dass ihre Arbeit auch von anderen geschätzt wird. Abgesehen davon passt ihr Hygge Sweater einfach gut ins Heft!

Mittlerweile führen viele gut sortierte Wollgeschäften das Laine Magazin im Sortiment, sowohl on- als auch offline. Falls Dir das Magazin mal irgendwo begegnet: Unbedingt einen Blick reinwerfen!
◆◇◆

Und noch ein besonderes Printerzeugnis hat diesen Monat den Weg zu mir gefunden: Woods, die erste Publikation von der eben schon erwähnten Verena Cohrs und Hanna Lisa Haferkamp. Das Herz der beiden schlägt ganz heftig für Naturfasern und moderne, minimalistische Strickdesigns. Um beides zusammenzubringen, haben die zwei jetzt in ihrem frisch gegründeten Verlag ein Buch veröffentlicht - so viel Enthusiasmus und Hingabe beeidruckt mich zutiefst! 

Woods enthält elf Strickanleitungen - für ein Paar Socken, zwei Paar Fäustlinge, eine Mütze, eine Weste, ein Tuch, einen Cardigan, drei Pullover und ein Kleid -, die jeweils von Interviews mit den Designern begleitet werden. Mindestens ebenso im Vordergrund wie die Modelle stehen die verwendeten Garne, durchweg in Europa produziert und aus natürlichen Fasern hergestellt. Zu jedem Garnhersteller gibt es ebenfalls ein Interview. Auch hier wurden alle Texte auf Englisch verfasst.
Neben den Anleitungen und Interviews enthält Woods auch ein paar Tutorials für verschiedene Stricktechniken sowie Interviews mit Karen Templer und Clare Devine.

Man merkt dem Buch an, wieviel Begeisterung und Liebe zu Naturfasern darin steckt und ich freue mich sehr, dass im Making Stories-Verlag bereits die nächsten Publikationen geplant sind! Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann ein paar weniger Interviews und stattdessen Reportagen über den Werdegang und die Arbeit der Garnhersteller. Aber Woods ist auch schon jetzt ziemlich großartig!

Das Buch erscheint offiziell am 4. November im Handel und kann hier bereits bestellt werden. Übrigens: Einen Tag vorher, nämlich am 3.11.2017, findet ab 16 Uhr bei Wollen Berlin die Book Release Party statt. Falls Du in der Nähe bist und vorbeischauen möchtest, meld Dich einfach hier an.

Was für Strickbücher und -magazine haben Dich zuletzt begeistert?
xoxo Katha
I do love beautiful books and magazines, especially when they are about knitting. My personal library is already prettty large, but I can't help to add to it whenever I find a particularly lovely knitting publication. This month, there have been to additions to my library, the third issue of Laine Magazine (which is giving me heart eyes!) and Woods, a pattern book focusing exclusively on knits out of natural fibers from Europe (beautiful AND informative).
Mein Mann macht schon einiges mit mir mit…ich stricke ja nicht nur auf dem heimischen Sofa, sondern auch im Kino, im Park und sogar in Kneipen. Macht ihm zum Glück nichts aus.
Diesen Monat habe ich den Bogen aber etwas überspannt – strickend beim Gebrauchtwagenhändler, das war dann doch ein bisschen zu viel für ihn. (Wobei er zugeben musste: Es gibt keinen einfacheren Weg, mit allen (!) anderen Leuten auf dem Gelände ins Gespräch zu kommen. )

Jetzt kenne ich aber zumindest seine Schmerzgrenze – und die Fersen meines aktuellen Sockenprojekts (Vanilla mit Fish Lips Kiss-Heel aus Regia Pairfect) sind auch fertiggestellt!
Weil die Socken so schön blau-weiß sind, habe ich sie auch gleich noch ins Olympiastadion zum ultimativen blau-weißen Bundesligaspiel (Hertha - Schalke) mitgenommen. Für die Hertha ging es leider nicht gut aus...dabei habe ich wie Du siehst alles gegeben!


Fertig sind die Socken dennoch nicht geworden (und das, obwohl doch „Socktober“ ist – shame on me!). 
Bei einem Blick auf die Liste aller Projekte, die ich in diesem Monat in der Hand hatte, wurde plötzlich sehr klar, woran das liegt! Ich habe einfach viel zu viele offene Baustellen, kein Wunder, dass ich gefühlt nie etwas fertig stricke. Vielleicht sollte ich im November mal monogam stricken? Wenn mir das nur nicht so schwerfallen würde…


Dem Rib Wrap Cardigan fehlt immer noch ein Ärmel...eigentlich machbar, aber mein Cardigan-Mojo wurde ab dem 7. Oktober komplett von der Arbeit am Pieceful Cardigan aufgebraucht:


Dazu erzähle ich bald mal ein bißchen mehr, nur kurz so viel: Es handelt sich um eine Strickjacke im Patchworkmuster, die gerade im Rahmen eines Knit Alongs gestrickt wird. Ein knappes Drittel habe ich schon geschafft und die Instagram-Bilder der Mitstrickerinnen motivieren mich, dranzubleiben...meistens jedenfalls. 

Zwischendurch musste ich trotzdem noch ein schnelles Mützenprojekt dazwischenschieben. Ein schnelles Babygeschenk in fröhlichem Gelb nach einer Anleitung von Susan B. Anderson (die Mütze Clover). Auf die war ich durch eine Folge der Knit Show aufmerksam geworden - hast Du schon mal reingeschaut?


So, jetzt morgen nehme ich mir mal das Paar Pairfectpants vor, das im Schritt noch vernäht werden muss (seit Wochen...aber Finishing ist einfach nicht mein Ding!). 
Und woran strickst Du gerade?
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein.
They say that multitasking doesn't really exist. Your brain can only concentrate on one thing at a time and doing multiple things simultaneously actually slows you down.
I think it's the same with multiple knitting projects - going from one to the other slows you down. But then, it's so damn hard to limit yourself to only one project!
Es ist ja nicht so, dass der Herbst nur schlechte Seiten hätte: Buntes Laub, der Beginn der Kürbissaison…und endlich wieder Temperaturen, bei denen man Stricksachen tragen kann, ohne gleich Schweißausbrüche zu bekommen!


Diese Temperaturen waren es auch, die mich daran erinnert haben, mal wieder eine Mütze zu stricken. Hätte ich schon längst mal wieder tun sollen! Mützen sind nämlich echt super:
  • Mützen sind nicht nur feine Unterwegs-Projekte, sondern aufgrund ihrer überschaubaren Größe auch gut geeignet, um neue Techniken an ihnen auszuprobieren (I'm looking at you, brioche!). 
  • Da man in der Regel nicht viel Wolle für eine Mütze benötigt, kann man wunderbar eines dieser einzelnen Knäuel verwenden, die viele von uns so rumfliegen haben. 
  • Gerade für Menschen, die wie ich eher langsam stricken und monatelang an einem Pullover oder einem Tuch herumlaborieren, ist eine Mütze das perfekte Projekt für ein schnelles Erfolgserlebnis. Nach so einem flotten FO (Finished Object) zwischendurch ist die Motivation dann auch gleich wieder höher, am aktuellen Langzeit-Projekt weiterzuarbeiten. 
  • Auch wer keine Mützen trägt oder schon zu viele hat, sollte welche stricken – als Geschenke sind sie prima geeignet und Kopfgrößen anderer Leute deutlich leichter zu schätzen als beispielsweise Pullovermaße. 
Yeah, diesmal sogar mit Model!

Meine erste Mütze für diesen Herbst ist nach einer Anleitung aus dem Lamana-Magazin Nr. 6 gestrickt (auf Ravelry gibt's die Anleitung übrigens gratis!). Ich bin ganz begeistert von der plastischen Optik. Und davon, wie schön sich das Muster zur Mitte hin verkleinert und schließlich auflöst. Da das Muster mit Hebemaschen konstruiert ist, ist das Stricken auch gar nicht kompliziert. Die Anleitung ist gut verständlich - da kann sich wirklich jeder rantrauen, der rechte und linke Maschen beherrscht.


Das Garn, das ich verwendet habe, heißt Nordic Wool und stammt von Novita aus Finnland. Vielleicht kennst Du die Marke aus dem Skandinavien-Urlaub? Ich habe das erste Mal damit gestrickt und bin sehr angetan: Gleich aufgefallen ist mir, dass die Nordic Wool für reine Wolle sehr weich ist. Das Maschenbild (gestrickt mit Nadelgröße 4) gefällt mir sehr gut, ebenso wie die Farbpalette des Garns. Derzeit gibt es 21 verschiedenen Farben, vor allem in gedeckten Tönen, aber auch einige knallige Nuancen sind dabei.


Was die Nordic Wool aus meiner Sicht wirklich besonders macht ist aber, dass mindestens 50% der verwendeten Wolle aus den nordischen Ländern, speziell Finnland stammt. Während Bauern mit Wolle vielerorts kaum mehr etwas verdienen können, scheint mir das ein sinnvoller Ansatz der Firma Novita zu sein, die heimische Wollproduktion zu erhalten. Vielleicht ist das aber auch nur geschicktes Marketing und bei den großen deutschen Herstellern ist es genau dasselbe, nur dass es keiner betont? Das werde ich mal weiter recherchieren…
Da Novita ab sofort auch im deutschen Handel erhältlich ist, werde ich bestimmt nicht zum letzten Mal mit den Garnen der Marke gestrickt haben, die Alpakawolle möchte ich auf jeden Fall auch noch testen!

Die nächsten Mützen-Projekte sind übrigens ebenso in Planung (Brackett aus dem aktuellen Laine-Magazin und diese Patentmuster-Mütze aus einer älteren Ausgabe der Lana Grossa Design) – bei Dir auch?
xoxo Katha

Mütze #11 aus dem Lamana-Magazin Nr. 6
34g Novita Nordic Wool in Heide (#554) und 38g Novita Nordic Wool in Granatapfel (#532)
Nadelgröße 4  / US 6

Die Wolle wurde mir von Novita kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt. Daher handelt es sich bei diesem Beitrag wohl um Werbung. Meine Meinung ist aber meine eigene.
There are so many benefits to knitting hats (great for: knitting on the go, single skeins, instant gratification) - I should definitely make more of them. And while I don’t plan on wearing all these hats myself (after all, we only have one head...thankfully), they’ll make great gifts!
Yippieh! freue ich mich jedes Mal, wenn Wolle und Garne im Rahmen von musealen Ausstellungen thematisiert werden. Ich gehe eh schon gerne ins Museum; wenn es um Handarbeiten, Stoffe und Fasern geht, aber noch ein bißchen lieber.


Demnächst gibt es gleich mehrere Ausstellungen, die sich mit diesen Themen beschäftigen:
Und weil's irgendwie ganz gut zum Thema Textilkunst passt, hier noch ein bißchen echte Reklame:


Wir wissen beide, dass das Essen dort nicht besonders gesund ist und auch sonst nicht viel dafür spricht (abgesehen vielleicht von großer Berechenbarkeit – ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor – und einer gewissen Nostalgie). Aber der aktuelle Werbeclip Die Wahrheit über unser „Beef“ ist trotzdem toll! (Wer wohl das Stricken übernommen hat?)

Wie gefällt Dir der Werbefilm? Und gibt es noch weitere Handarbeits-Ausstellungen, die in meiner Auflistung fehlen?
xoxo Katha

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält keine bezahlte Werbung; die erwähnten Internetfunde wollte ich einfach mit Dir teilen!
At the moment, there are quite a few museums that show exhibitions centered around wool, knitting and other fiber arts. I can’t visit all of them, but I’m really looking forward to "100 Prozent Wolle" (100 % wool) that will open in Berlin at the beginning of November.
On a different note: Have you seen the current Mc Donald’s commercial? It’s pretty charming, don’t you think?

Neulich auf dem Weg zum Flohmarkt kommen mein Mann und ich an einer ausgebrannten Garage vorbei.
Ich denke: "Es gibt keine bessere Location, um Fotos mit meinem Match&Move-Tuch zu machen!" und laufe in die Garage.
Er denkt: "Ist das nicht ein Privatgrundstück?" und "Soll ich etwa schon wieder Fotos von Dir machen?"

Weil er ein Supertyp ist, macht er anschließend ein paar Bilder von mir. Die werden aber nicht so, wie ich sie mir vorgestellt habe, aus zwei Gründen:
1. stehe ich nicht gerne vor der Kamera, und das sieht man den Fotos meist an und
2. tue ich mich schwer damit, meinem Mann meine Bildideen so gut zu beschreiben, dass er sie dann auch umsetzen kann.

Für mich scheint es da nur eine Lösung zu geben: Ich brauche ein Model! (Am besten eins, das mich immer überall hin begleitet - für den Fall, dass ich an ausgebrannten Garagen vorbeikomme. Aber ich will nicht unbescheiden sein; ich würde auch eins nehmen, das nur hin und wieder Zeit für mich hat.) Dann kann ich in Ruhe fotografieren, bis das Bild genau meinen Vorstellungen entspricht - und die Person aus dem Foto sieht im Zweifel auch entspannter aus als ich.

Falls Du Dich angesprochen fühlst oder jemanden kennst, der Interesse haben könnte: bitte gerne bei mir melden! (Als Aufwandsentschädigung würde auch hin und wieder was Gestricktes rausspringen...)
Solange muss ich den Job wohl noch selber machen...hier die Bilder aus der Garage:



Noch ein paar Worte zum eigentlichen Star des Beitrags, Match&Move. Es handelt sich dabei um ein simples Dreieckstuch mit sehr stumpfer Ecke, wenn man das so sagen kann. Es wird fast nur aus rechten Maschen gestrickt und eignet sich hervorragend zum Stricken vorm Fernseher oder beim Stricktreff - konzentrieren muss man sich nämlich kaum. (Was nicht heißen soll, dass es mir nicht trotzdem gelungen ist, einen massiven Fehler einzubauen, der viel Geribbel zur Folge hatte...ist halt mein Style!)

Das Muster erinnert mich total an die Straßenschilder, die gerne mal auf Kurven hinweisen. Passt, ne?
Gestrickt habe ich das Tuch aus der herrlichen (und leider nicht mehr erhältlichen) Lace Lux von Lana Grossa, die schon einmal ein Shrug war.


Da der nie getragen wurde, habe ich mir ein Herz genommen und das Ding komplett aufgeribbelt - zum Glück, denn in seiner neuen Form gefällt mir das silbrige Garn so viel besser! Das violette Kontrastgarn (Drops Fabel) hat auch schon viel mit mir durchgemacht: Das musste nämlich ein Färbebad mit Blauholz über sich ergehen lassen (genauso wie ein Teil meiner Küchenfliesen) - aber ist es nicht schön geworden? 

Hast Du auch schon einmal ein fertiges Teil aufgeribbelt, um das Garn für ein anderes Projekt zu verwenden? Und was ist Deine Empfehlung für mein Model-Dilemma?
xoxo Katha

Match&Move von Martina Behm
120g Drops Fabel (selbstgefärbt) und 150g Lana Grossa Lace Lux in Grau-Braun Meliert (#10)
Nadelgröße 2,75 / US 2
Last Sunday, I stumbled into a deserted garage - the perfect backdrop for my Match&Move shawl by Martina Behm. Unfortunately I didn't stumble into a knitwear model as well - I'd much rather stand behind the camera while taking pictures of my projects. How about you?
Es ist Montag und seit Stunden hat es sich so richtig eingeregnet. Eigentlich das Rezept für einen miesen Start in die Woche.
Da ich heute aber das unverschämte Glück habe, nicht zur Arbeit zu müssen, interpretiere ich den Dauerregen einfach als bestes Strickwetter und freue mich an ein paar Dingen, die mir gute Laune machen...

Berlin Knits
Am Wochenende fand in Berlin zum zweiten Mal das Berlin Knits Festival statt. Ich war an beiden Tagen dort - ich sage nur: Good Times! Die Aussteller hatten so viele schöne Garne dabei (und am zweiten Tag war auch immer noch genug für alle da!), für die Workshops waren namhafte Design-Größen aus der Strickwelt angereist...und die viele lieben Menschen, die ich (wieder) getroffen habe, sind sowieso immer das Allergrößte an solchen Veranstaltungen!



Den Ort hatten die Veranstalterinnen sehr geschickt gewählt: Das Festival fand in einer Schule in der Berliner Innenstadt statt, die Mensatische konnten praktischerweise für Strickpausen genutzt werden. Drum herum waren die Stände der Aussteller aufgebaut und die Workshops fanden in den Klassenzimmern statt - da ist man doch gleich noch ein wenig aufmerksamer als sonst!




Ich habe den "Knitwear Photography"-Workshop von den Macherinnen des Laine Magazins belegt (den Magazintitel spricht man übrigens "Leine" aus...). Vielleicht kennst Du das Magazin oder den zugehörigen Instagram-Account? Jonna und Sini haben eine eigene, sehr stimmungsvolle Handschrift für ihre Bilder entwickelt, entsprechend war es wahnsinnig spannend, alle Details über den Entstehungsprozess der Fotos zu hören. Eine praktische Übung gab es natürlich auch - ich habe, wie unten zu sehen, gleich mal meine Einkäufe festgehalten. Jetzt bin ich voll motiviert, in Zukunft noch bessere Bilder zu machen!


The Knit Show with Vickie Howell
Schon gehört? Am 5. Oktober startet auf youtube eine Show rund ums Stricken und Häkeln. Wie toll ist das denn??? Die Show wurde über Kickstarter und Sponsoren finanziert, so dass sie für uns nun kostenfrei verfügbar ist. Moderiert wird die Sendung von Vickie Howell, die auf mich sehr sympatisch wirkt - könnte also gut werden, oder was meinst Du?
Den Trailer kann man sich hier schon einmal anschauen.

Bastelideen mit Pompoms 
Zu guter Letzt noch zwei niedliche Pompom-DIYs, über die ich kürzlich im Netz gestolpert bin. Man hat schließlich immer mal wieder Garnreste, die verwertet werden müssen...
Den Pompom-Korb finde ich einfach hübsch! Und bei den Servietttenringen wissen alle Gäaste direkt, in was für einem Haushalt sie gelandet sind...

Was macht Dir gerade gute Laune?
xoxo Katha
Yarn festivals can be a little overwhelming in my opinion - preparation is key. This weekend, I visited the Berlin Knits Yarn Festival. I came prepared...and I had a blast! Being surrounded by gorgeous yarns and even more gorgeous people - does it get any better than that?
Letzte Woche, im Urlaub auf Mallorca, konnte ich schon morgens von der Terrasse aus das Meer beobachten. Natürlich habe ich mich da gefragt, wie es wohl wäre, einige Monate des Jahres von der Insel aus zu arbeiten - bei so einem Start in den Tag!


Susanne hat es nicht nur bei Gedankenspielen belassen: Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren auf Mallorca. Und nicht nur das - sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und färbt auf der Insel feine Garne für ihr Label Wool of Fame.

Nachdem ich auf ihrer Homepage gelesen hatte, dass man ihr und ihrem Showroom in Fornalutx einen Besuch abstatten kann, stand fest: "Schatz, wir machen einen Ausflug!"
Hilfreich für meine Argumentation war auch die Tatsache, dass man eine sehr reizvolle Strecke entlang der Westküste fahren kann, vorbei an Sóller und Valdemossa.


Schön oder schön?

Und auch Fornalutx selbst ist einen Besuch wert: Das pittoreske Örtchen im Nordwesten Mallorcas wurde schon mehrfach als schönstes Dorf Spaniens prämiert.




Dank Top-Beschreibung war Susannes Domizil einfach zu finden. Schon von der Eingangstür aus schaut man in den kleinen Showroom, der von einem großen Tisch dominiert wird: quasi ein Altar für die Wolle.







Eine Farbe schöner als die andere! Und lauter herrliche Qualitäten, bis auf die (sehr edle Merino-Kaschmir-)Sockenwolle komplett aus natürlichen Fasern.
Ich hab mich bei der Auswahl sehr schwer getan...am Ende fiel die Entscheidung auf ein helles Rosa (oben im Bild), das auf grauer Basis gefärbt und deshalb sehr zurückhaltend ist.
 



Links vom Showroom kann man einen Blick in die Färbeküche werfen. Hier färbt Susanne jeden Tag, vornehmlich Garne aus Südamerika und speziell Peru.

Verkauft wird die Wolle hauptsächlich aus Susannes Online Shop (dort gibt es auch die größte Auswahl), der Versand erfolgt dann aus Deutschland. Aber wer Urlaub auf Mallorca macht, dem kann ich einen Besuch im Showrooms sehr empfehlen. Macht ja mehr Spaß, die Garne befühlen und die Farben "in echt" sehen zu können - und hinterher kann man sich dann noch bei herrlichem Blick auf die Serra Tramuntana einen kühlen Drink genehmigen.

Übrigens: Wolle von mallorquinischen Schafen färbt Susanne leider nicht. Versucht hat sie es natürlich - aber die Wolle ist einfach nicht für die Verarbeitung zu Handstrickgarnen gezüchtet...zu kratzig. Die Schafe sind deshalb aber nicht weniger reizend!


Hast Du schon einmal auf der Suche nach einem Wollgeschäft einen hübschen Ort entdeckt?
xoxo Katha
Now that fall is really kicking in, I'm scrolling through the pictures I took during my Mallorca vacation even more often...I had such a great time! I even visited an indie dyer - Susanne of Wool of Fame -  in her showroom which is located in the picturesque little town of Fornalutx. With all her beautiful colors I couldn't resist and had to take a souvenir home with me...